Frühjahr 2020

Barbara Honigmann
Georg

Barbara Honigmann wurde 1949 in Ost-Berlin geboren. Sie arbeitete als Dramaturgin und Regisseurin. 1984 emigrierte sie mit der Familie nach Straßburg, wo sie noch heute lebt. Honigmanns Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. dem Heinrich-von-Kleist-Preis, dem Max-Frisch-Preis der Stadt Zürich, zuletzt 2018 mit dem Jakob Wassermann-Preis.

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9. Januar 2020 | 19 .00 Uhr

Prof. Dr. Michael Wolffsohn
Deutschjüdische Glückskinder

Eine Weltgeschichte meiner Familie
Ein unkonventioneller Blick auf die deutschjüdische Weltgeschichte

Musik:Leonardo Vistel, Cello

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28. November 2019 | 19 .00 Uhr

Eva Lezzi
Die Jagd nach dem Kidduschbecher | und andere Bücher

Eva Lezzi ist in New York geboren und aufgewachsen in Zürich. Berlin ist seit dem Studium der Germanistik ihre Wahlheimat. Sie ist Privatdozentin für Germanistische Literaturwissenschaft sowie für Kulturwissenschaft und Referentin am Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk für jüdische Begabtenförderung.

Musik:Almuth Kraußer-Vistel, Klavier und Douglas Vistel, Cello

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7. November 2019 | 19 .00 Uhr

Uwe Birnstein

„Halleluja, Leonard Cohen!“
Wie der Jude Leonard Cohen Gott lobte, Jesus suchte und unsere Herzen berührte
Vortrag mit Live-Musik
Uwe Birnsteins Acoustic Cohen Project

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24. Oktober 2019 | 19 .00 Uhr

Debora Antmann
Not your Goy-Toy

Debora Antmann ist Queer_Feministin, Aktivistin, Bloggerin („Don’t degrade Debs, Darling“), Online-Kolumnistin beim Missy Magazine, provokante Jüdin, politische Bildnerin, semi-aktive Körperkünstlerin und verhinderte Superheldin. Ihre Themen sind vor allem: jüdische Identität, intersektionaler Feminismus, Heteronormativität/ Heterosexismus, Körpernormen, jüdischlesbische Widerstands- und Intersektionalitätsgeschichte in der BRD der 1980er und 1990er Jahre und der (un-)jüdische (Queer_) Feminismus der Gegenwart.

Musik:Christine Bünning, Geige; Ingrid Ossig, Klavier

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26. September 2019 | 19 .00 Uhr

Julia Wolffsohn
Die kreisende Weltfabrik: Else Lasker-Schülers Berlin.

Eine literarisch-musikalische Hommage zum 150. Geburtstag der Dichterin.

Musik:Franziska Toufar, Flöte; Ingrid Ossig, Klavier

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27. August 2019 | 18 .30 Uhr

Stiftung Keren Hayesoyd

Vorstellung der Stiftung KEREN HAYESOD
durch Rafi Heumann, Delegierter des „Keren Hayesod“ in Deutschland

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16. Juni 2019 | 11 .30 Uhr

Sonntags Matinée zur Eröffnung des Stiftungsraumes Markgrafenstraße 88

Veranstaltung anläßlich des Umzugs der Stiftung nach Berlin.
Festreden:
Prof. Dr. Wolfgang Kraus, Stiftungsrat und Professor für Neues Testament an der Universität des Saarlandes, Saarbrücken
Prof. Dr. Daniel Krochmalnik, Professor für Jüdische Religion und Philosophie an der Universität Potsdam
Dr. Andreas Goetze, Landeskirchlicher Pfarrer für interreligiösen Dialog der EKBO (Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz).

Musikalische Umrahmung:
Herr Siener, Harfe

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9. Mai 2019 | 19 .00 Uhr

Juna Grossmann
Schonzeit vorbei – Über das Leben mit dem täglichen Antisemitismus

Juna Grossmann, geb. 1976 in (Ost-)Berlin, hat Sonderpädagogik studiert und arbeitet seit vielen Jahren in Gedenkstätten und Museen. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin erstellte sie die Ausstellung »Kriegsgefangene Rotarmistinnen im KZ. Sowjetische Militärmedizinerinnen in Ravensbrück.« Seit 2009 leitet sie das Ausstellungsbüro eines Berliner Museums. Nebenher ist sie Beraterin für Social Media Auftritte für Gedenkstätten und Kultureinrichtungen. Seit 2008 betreibt Juna Grossmann den Blog irgendwiejuedisch.com und engagiert sich ehrenamtlich bei rentajew.org.

Juna Grossmann schildert in ihrem Buch ihr Leben mit dem wachsenden Antisemitismus in Deutschland. Sie berichtet vom Wachsen einer Angst, die sie vor einigen Jahren noch nicht kannte und mit der sie sich nicht abfinden will. Sie geht an die Öffentlichkeit und richtet an uns alle den Appell: „Steht zu uns, helft uns, greift ein! Denn auch für euch ist die Schonzeit vorbei.“

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14. März 2019 | 20 .00 Uhr

Max Czollek
Desintegriert euch

Max Czollek, geb. 1987 in Berlin. Bis 2006 besuchte er die Jüdische (Ober-)Schule und schloss ein Studium der Politikwissenschaften an der FU Berlin an. Er promovierte am Zentrum für Antisemitismusforschung. Mit Sasha Marianna Salzmann kuratierte er 2016 die Veranstaltung „Desintegration. Ein Kongress zeitgenössischer jüdischer Positionen“. Seit 2009 ist er Mitglied des Lyrikkollektivs ,G13, organisiert gemeinsame Lesetouren und Veröffentlichungen und ist Kurator des internationalen Lyrikprojekts »Babelsprech«.
Außerdem ist er Mitherausgeber der Zeitschrift „Jalta“ – Positionen zur jüdischen Gegenwart.

Integration – das war lange wie ein Zauberwort politischer Debatten in Deutschland. In den letzten Jahren wurde es zunehmend kritisch diskutiert als tragfähiges Konzept für eine plurale Gesellschaft. Max Czolleks schreibt mit seiner Polemik „Desintegriert euch“ aus jüdischer Perspektive gegen das Integrationsparadigma an und wirft ein neues Licht auf das alte Zauberwort. Er ist wütend auf das deutsche „Integrationstheater“ und schreibt von sich selbst als “von einem, der auszog, kein Jude zu werden. Sondern ein Politikwissenschaftler, ein Schriftsteller und Intellektueller. Und von einem, der schließlich auch Jude wurde“.

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14. Februar 2019 | 20 .00 Uhr

Dmitrij Belkin
Germanija – Wie ich in Deutschland jüdisch und erwachsen wurde

Dmitrij Belkin, geb. 1971 in der Ukraine (damals UdSSR), kam 1993 als „Kontingentflüchtling“ nach Deutschland. In Tübingen schloss er sein Studium der Geschichte und Philosophie mit Promotion ab. Nach Stationen am Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte, beim Jüdischen Museum Frankfurt, beim Fritz Bauer Institut und in den USA lebt er heute als Referent beim jüdischen Ernst-Luwig-Ehrlich-Studienwerk und Publizist in Berlin.

Dezember 1993, Dnepropetrowsk, Ukraine. Der 22-jährige Dmitrij Belkin nimmt drei Taschen und sechs Bücher, setzt sich in einen Bus und fährt ins völlig Ungewisse, nach Deutschland, wie eine Viertelmillion andere Juden aus der Ex-UdSSR auch. Er kommt als Einwanderer in ein Land im Umbruch:
Postsowjetischer Blick trifft auf alte und neue Bundesrepublik, in der für ihn und seine Familie eine jüdische Selbstentdeckung möglich wird. Deutsche Zeitgeschichte im Spiegel einer sehr persönlichen und zugleich politischen Erzählung, die ihr Licht auch auf die heutige turbulente Zeit der Einwanderung wirft.

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