Eine Veranstaltungsreihe in Kooperation der Eberhard-Ossig-Stiftung und des Instituts Kirche und Judentum

Aufgrund der beschränkten Raumkapazität ist die Teilnahme z.Zt. leider nur für Geimpfte und Genesene möglich.
Anmeldung per e-Mail erforderlich!
info@eberhard-ossig-stiftung.de.

13. April 2022 | 19.00 Uhr

Prof. Jens Schröter
Die Entstehung des Neuen Testaments und ein Blick auf das Nebeneinander von christlicher und jüdischer Bibel

Die Bibel versammelt ganz unterschiedliche Schriften aus über tausend Jahren und wirkt doch wie ein Buch. Wie kam es zu diesem Wunderwerk? Konrad Schmid und Jens Schröter erklären, wie aus alten Erzählungen, Liedern, Weisheitssprüchen und Gesetzen, aus Briefen an frühchristlichen Gemeinden und Erzählungen über Jesus in einem langen Prozess heilige Schriften von Juden und Christen hervor gingen, die heute überall auf der Welt gelesen werden.

Die Forschung der letzten Jahrzehnte hat viele gängige Annahmen über die Geschichte Israels und die Entstehung der Bibel revidiert. Ereignisse wie der Auszug aus Ägypten oder der Tempelbau unter König Salomo gelten nicht mehr länger als historisch. Damit verschärft sich die Frage, wie die großen Geschichten des Alten Testaments entstanden sind und wann sie Teil „heiliger Schriften“ wurden. Auch gängige Annahmen über die Sammlung der Evangelien oder frühe Apostelbriefe stehen neu auf dem Prüfstand. Die Abende beschreiben den langen Weg von frühen Erzählungen des alten Israel über Schlüsseltexte des jüdischen Monotheismus und des frühen Christentums bis hin zu den heiligen Büchern der Weltreligionen Judentum und Christentum. Wer wissen will, wie es zu einem solchen überlieferungsgeschichtlichen Wunder kommen konnte, ist an den Abenden willkommen