Eine Veranstaltungsreihe in Kooperation der Eberhard-Ossig-Stiftung und des Instituts Kirche und Judentum

Nach den positiven Erfahrungen im Herbst 2020 mit den Lesungen im Freien wollen wir dies – immer noch in Corona-Zeit – im Jahr 2021 fortsetzen. Anvisiert haben wir folgende Termine:
24. Juni, 22. Juli, 12. August, 23. September
Anmeldung erbeten mit Name, Anschrift, Telefon-Nr. (Alternativ werden sie vor Ort aufgenommen.) Auf Grund der Pflicht zur Dokumentation werden Ihre Personendaten für 4 Wochen auf Basis der geltenden Datenschutzbestimmungen aufbewahrt.

12. August 2021 | 19.00 Uhr

Angelika Obert
Mascha Kaleko

Angelika Obert, geb. 1948, ist Pfarrerin und hat von 1994 – 2014 den Evangelischen Rundfunkdienst in Berlin geleitet.
Sie hat zahlreiche Hörfunksendungen produziert, darunter immer wieder literarische Porträts, u.a. von Mascha Kaléko, Gertrud Kolmar, Nelly Sachs und Robert Walser.

Seit vielen Jahren ist sie regelmäßig mit Lesungen am ‚Dorfkirchensommer‘ beteiligt, auch da mit einem Schwerpunkt auf jüdische Dichterinnen und Dichter.

Verjage die Angst und die Angst vor den Ängsten

Ein Sommerabend mit Mascha Kaléko

„Sie weiß auf alles eine Antwort: Laufmaschen, Halsweh, Eifersucht und billige Cafés – nichts ist ihr fremd. Sie reimt. Und das klug und mit Verstand! Sie ist eine Philosphin der kleinen Leute, vergaloppiert sich nie…“ So hat die Dichterkollegin Anna Rheinsberg über Mascha Kaléko geschrieben. Gerühmt wurden ihre Poesie auch von Thomas Mann und Hermann Hesse – geliebt und gelesen von Tausenden, denen sie aus der Seele sang: Scheinbar mit leichter Hand, immer verständlich, einzigartig begabt mit Berliner Sprachwitz und feiner Melancholie. Blutjung feierte sie Anfang der 30er Jahre strahlende Erfolge als ‚Zeitungsdichterin‘, hatte dann im Exil lange Jahre hart zu kämpfen, um sich und ihre kleine Familie durchzubringen, war auch nach 1945 nur noch ein Geheimtipp in Deutschland. Erst nach ihrem Tod wurde sie von Vielen wiederentdeckt: Immer noch singt sie uns aus der Seele – Mascha Kaléko, der nichts Menschliches fremd war.

Es liest: Angelika Obert
Es singt: Annelisa Nathan

Musik: Annelisa Nathan/ Sopran