Eine Veranstaltungsreihe in Kooperation der Eberhard-Ossig-Stiftung und des Instituts Kirche und Judentum

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22. Oktober 2026 | 19.30 Uhr
Rafael Seligmann
Rafi, Judenbub. Die Rückkehr der Seligmanns nach Deutschland
Rafael Seligmann, geb. 1949 in Tel Aviv, wanderte 1957 mit seinen Eltern aus Israel nach Westdeutschland ein. Nach einer Lehre studierte er Politikwissenschaft und Geschichte in München und Tel Aviv. Er promovierte 1982 über Israels Sicherheitspolitik. Rafael Seligmann ist Publizist, Politologe, Historiker und einer der bedeutendsten jüdischen Schriftsteller der Nachkriegsgeneration. Er ist Sachbuchautor und Gründer und Herausgeber der Jewish Voice from Germany.
1934 fliehen Hannah und Ludwig Seligmann aus Berlin und Bayern nach Palästina. 1957 kehren Ludwig und Hannah Seligmann mit dem 10-jährigen Rafael nach Deutschland zurück. Es fällt ihnen schwer, in der alten Heimat Fuß zu fassen. Rafi und sein Vater leiden zunehmend unter Vorurteilen. Die Familie übersiedelt schließlich nach München, wo sie sich allmählich einlebt. Trotz aller Hindernisse macht der verträumte Schulversager Rafael das Abitur, studiert Geschichte und hat – gegen den erbitterten Widerstand der Mutter – eine Beziehung mit Ingrid, einer ‚Schickse‘.
Aber wie begegnet man Menschen, ehemaligen Nachbarn und Schulkameraden, die ihre nationalsozialistische Vergangenheit verleugnen und selbst noch in den 1950er Jahren die zurückgekehrten Seligmanns verhöhnen? – Der dritte Band der Familientrilogie.
Musik: Sarah Junghanns | Geige, Patrick Orlich | Piano
